Aktuelle Publikation
Gefährliche Pestizide in AGRA-Vorhaben Bei Entwicklungsprojekten in Ghana verstößt die Bundesregierung gegen ihre eigenen Richtlinien
28. Februar 2022
Die Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika (Alliance for a Green Revolution in Africa, AGRA), die von der Bundesregierung finanziell und politisch unterstützt wird, steht schon seit längerer Zeit aufgrund ihres nicht nachhaltigen Ansatzes unter starker Kritik.[1] Analysen der Rosa-Luxemburg-Stiftung, von Brot für die Welt, FIAN, INKOTA und dem Forum Umwelt und Entwicklung kommen nun zu dem Ergebnis, dass in AGRA-Projekten in Ghana nicht nur Pestizidwirkstoffe zum Einsatz kommen, die in der EU verboten beziehungsweise hoch umstritten sind, sondern die Bundesregierung mit deren Einsatz gegen eigene Richtlinien verstößt. Die Analysen basieren auf Informationen, die den an der Analyse beteiligten Organisationen durch die parlamentarische Arbeit der Bundestagsfraktion DIE LINKE und von Cornelia Möhring, Entwicklungspolitische Sprecherin, DIE LINKE, zur Verfügung gestellt wurden. Die AGRA-Projekte in Ghana werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als öffentlich-rechtliche Anstalt im Rahmen des AGRA-Engagements der Bundesregierung finanziert.
Siehe hierzu den Spiegel-Artikel vom 25.02.2022: Agrarallianz in Afrika Entwicklungsministerin Schulze stellt Gates-Projekt infrage“Weiterlesen
Aktivitäten & Meinungen
Veranstaltungsreihe Chemiepolitische Mittagstalks 2022
9. März 2022
Die Neuauflage der chemiepolitischen Mittagstalks wirft in diesem Jahr einen stärken Blick auf die Chemikalienpolitik auf Bundesebene. In dem Koalitionsvertrag der Ampelregierung gibt es erstmals ein eigenes Kapitel Chemikalienpolitik. Hier aber auch an anderer Stelle finden sich viele gute Ansätze. Außerdem hat Deutschland auch immer noch die Präsidentschaft im Strategic Approach to International Chemicals Management (SAICM) inne, der in diesem Jahr endlich aus seiner Ruhephase raustritt. Wir werfen einen kritischen Blick auf den Koalitionsvertrag und die Rolle der Bundesregierung im internationalen Kontext und schauen was nötig ist, damit aus den Ansätzen auch Ambitionen werden.
An 5 Terminen werden wir jeweils in 45 Minuten Probleme zu einen spezifischen Thema analysieren und Lösungsansätze diskutieren.
23. März // 30. März // 13. April // 27. April // 4. Mai
Jeweils um 12:30 Uhr
AG-Themen und Kontakte
Biologische Vielfalt
Friedrich Wulf, pronatura
Handel
Tobias Reichert, Germanwatch
Landwirtschaft und Ernährung
Roman Herre, FIAN Deutschland
Mireille Remesch, Agrarkoordination e.V.
Meere
Kai Kaschinski, fair-oceans
Wälder
László Maráz, Forum Umwelt und Entwicklung
Wasser
Durmus Ünlü, AÖW
Tiefseebergbau
Marie-Luise Abshagen, Forum Umwelt und Entwicklung
Habitat
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