Studienfahrt: EU-Agrar- & Handelspolitik hautnah – politischen Akteuren in Brüssel über die Schultern schauen

Dienstag, 03. April 2012 Kategorie: Handel, Landwirtschaft & Ernährung, Klima und Handel

Studienfahrt: EU-Agrar- & Handelspolitik hautnah – politischen Akteuren in Brüssel über die Schultern schauen


Die Studienfahrt richtet sich an politisch Aktive (ab 18 Jahren) aus NGOs, sozialen Bewegungen und zivilgesellschaftlichen Netzwerken, Parteien und der Landwirtschaft, die eine Multiplikatorenrolle innerhalb ihrer Organisation haben bzw. im Hinblick auf die Studienfahrt ausüben wollen. Da mehrere Gesprächstermine auf Englisch stattfinden werden, sind gute Englischkenntnisse unerlässlich.

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Die Europäische Union ist beim Im- und Export landwirtschaftlicher Produkte einer der wichtigsten Akteure weltweit. Der Handel mit Agrargütern hat neben den wirtschaftlichen auch große soziale und ökologische Folgen. Dies gilt für die Herkunftsländer der EU-Importe und für die Zielregionen der EU-Ausfuhren, aber auch für die EU selbst. Zudem sind die Auswirkungen einer globalisierten Landwirtschaft auf den Klimawandel beträchtlich. Die europäische Agrar- und Handelspolitik hat großen Einfluss auf die globale Landwirtschaft und die Welternährung. Die Mitgliedsstaaten der EU haben ihre Kompetenzen weitgehend an die Europäische Union abgegeben. In diesem Jahr stehen wichtige politische Weichenstellungen auf der Tagesordnung. Dazu gehören

- die Entscheidung über die Europäischen Agrarpolitik für die Jahre 2014 bis 2020,
- aber auch eine Reihe von Ratifizierungs- und Verhandlungsprozessen – sowie möglicherweise neue Abschlüsse – von EU-Freihandelsabkommen mit Ländern Afrikas, Lateinamerikas und Asiens.

Der Agrarhandel ist hierbei jeweils ein zentraler Konfliktpunkt. Darüber hinaus gibt es eine anhaltende Diskussion darüber, wie Klimaschutz und andere Nachhaltigkeitsziele besser in der Agrar- und Handelspolitik verankert werden können. Besonders relevant sind dabei der Import von Soja in die EU sowie die Produktion und der Export von Fleisch und Milchprodukten.

Welche Akteure und Institutionen machen überhaupt die EU-Agrar- und Handelspolitik in Brüssel? Wer trifft die Entscheidungen und welche Lobbygruppen bringen ihre Interessen wie ein? Wie können umwelt- und entwicklungspolitische Akteure hier Einfluss nehmen? Was sind Möglichkeiten und Hindernisse für eine entwicklungs-, umwelt- und klimafreundlichere EU- Agrar- und Handelspolitik?

Diesen Fragen wollen wir im Rahmen einer Studienfahrt nach Brüssel nachgehen. Mit einer Gruppe von ca. 20 MultiplikatorInnen aus NGOs, sozialen Bewegungen und zivilgesellschaftlichen Netzwerken, Parteien, der Landwirtschaft und den Medien werden wir Institutionen und Prozesse der europäischen Politik näher beleuchten. Hierzu werden wir uns sowohl mit staatlichen Vertretern und Wirtschaftslobbyisten als auch mit zivilgesellschaftlichen Akteuren der Themenfelder Landwirtschaft, Klimaschutz, Entwicklungs-, Agrar- und Handelspolitik treffen – zum Meinungsaustausch und für Informationen aus erster Hand.

FolgendeTermine in Brüssel sind geplant:
• Gespräche mit EU-Abgeordneten im Europäischen Parlament
• Termin bei der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der EU
• konzernkritische ‚Lobbytour‘ mit der NGO Corporate Europe Observatory
• Diskussion mit dem einflussreichen EU-Lobbyverband FoodDrinkEurope
• Termin bei der Europäischen Kommission (Generaldirektionen Landwirtschaft & Handel)
• Termin mit der brasilianischen Vertretung in Brüssel
• Treffen mit umwelt- und entwicklungspolitischen NGOs (CONCORD, Aprodev, FoE u.a.)
• Termin mit der Vertretung des deutschen Bauernverbandes in Brüssel

Ein Einstiegs-Workshop am ersten Tag (6.5.) dient der inhaltlichen Vorbereitung der Themen.


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