Post-2015-Agenda/ Rio+20

© Lothar Henke/Pixelio

Derzeit wird auf internationaler Ebene die sogenannte Post-2015-Agenda verhandelt. Dabei handelt es sich um neue Entwicklung- und Nachhaltigkeitsziele, die nach 2015 in Kraft treten sollen und die dann auslaufenden Opens external link in new windowMillennium-Entwicklungsziele (MDGs) ersetzen. Zwei grundlegende Prozesse bilden die Grundlage für diesen neuen Zielkatalog. Zum einen wurde auf dem MDG-Gipfel 2010 die Weiterführung der acht MDGs beschlossen, welche seit 2000 einen wichtigen Kern der internationalen Entwicklungszusammenarbeit bilden. Hierzu gehört die Halbierung der globalen Armut bis 2015, Primärschulbildung für alle, Gleichstellung der Geschlechter, Senkung der Kindersterblichkeit, Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Müttern, Bekämpfung von HIV/ AIDS, Malaria und anderen schweren Krankheiten, ökologische Nachhaltigkeit und der Aufbau einer globalen Partnerschaft.

Zum anderen fließt in die Diskussion um die Post-2015-Agenda die Entscheidung des Opens external link in new windowRio+20 Gipfels ein, Opens external link in new windowZiele für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs, sustainable development goals) zur formulieren. Der Rio+20 Gipfel, oder auch UN-Nachhaltigkeitsgipfel („Earth Summit“), der vom 20. bis zum 22. Juni 2012 in Rio de Janeiro stattfand, beruht wiederum auf der Arbeit der Opens external link in new windowKommission für nachhaltige Entwicklung (CSD Commission on Sustainable Development), die ihren Ursprung im Umweltgipfel 1992 in Rio hat. Damals wurde unter anderem der Klimawandel erstmalig als ernstes Problem benannte und die Staatengemeinschaft zum Handeln verpflichtete. Außerdem entstand zu dieser Zeit die Opens external link in new windowAgenda 21, das entwicklungs- und umweltpolitische Leitpapier zur nachhaltigen Entwicklung. Zwanzig Jahre später, sollten die Fortschritte überprüft und die Ziele erneut aufgegriffen werden. Aus diesem Anlass versammelten sich hunderte Staats- und Regierungschefs sowie Repräsentanten nicht-staatlicher Organisationen, des privaten Sektors und anderer Gruppen aus aller Welt, um sich vor allem auf die beiden Hauptthemen „Eine grüne Wirtschaft im Zusammenhang mit nachhaltiger Entwicklung und Armutsbekämpfung“ und „Das institutionelle Gerüst für eine nachhaltige Entwicklung“ zu konzentrieren.

Eines der grundlegenden Ergebnisse des Rio+20-Gipfels war der Entschluss zur Formulierung der SDGs. Während zunächst der post-MDG-Strang und der SDG-Strang noch parallel liefen, wurde auf der Opens external link in new window68. Sitzung der UN-Generalversammlung beschlossen, eine gemeinsame Agenda zu formulieren. Die neuen, globalen, für alle Staaten geltenden Ziele sollen nun hauptsächlich die Herausforderungen der Armutsbekämpfung, des Umweltschutzes und nachhaltigen Konsums sowie nachhaltiger Produktion betreffen. Darüber hinaus dienen sie dazu, die Lücken der Millenniumziele zu schließen. 


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