Publikationen
Schweine im Weltmarkt
...und andere Rindviecher. Klimawirkungen der exportorientierten Landwirtschaft in Deutschland
Autor: Tobias Reichert
Hrsg.: Germanwatch, Forum Umwelt und Entwicklung
„Öko-Exportweltmeister“: Den Titel nur geklaut?

Ökologische, ökonomische und soziale Schattenseiten einer exportorientierten Green Economy
Während des Rio+20-Gipfels im Juni 2012 in Brasilien, machte der Begriff der „Green Economy“ Karriere. Auch hier geht es zuallererst um die Verbreitung „grüner“ Technologien. Nicht zuletzt in der deutschen Umweltpolitik ist die ökologische Innovation im technischen Bereich das zentrale Element. Investitionen in grüne Technologien werden nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch und sozial positive Wirkungen zugeschrieben. Angetrieben von solcherlei Legitimation setzen mehr und mehr Länder auf den Export von grünen Technologien und Umweltschutzgütern. Vorreiter ist die Bundesrepublik Deutschland.
Diese Studie von Chris Methmann, herausgegeben von PowerShift und dem Forum Umwelt und Entwicklung will Gefahren aufzeigen, die entstehen, wenn der Ausbau einer Green Economy in erster Linie als Teil einer wachstums- und weltmarktorientierten Außenwirtschaftsstrategie betrieben wird. Der Öko-Exportweltmeister wirft dann nämlich lange Schatten in allen drei Bereichen – ökologisch, ökonomisch und sozial.
Vorschläge zur Reform der EU-Agrarpolitik müssen die Probleme aus der industriellen Tierhaltung angehen
Ein gemeinsames Positionspapier von Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Agrar Koordination, ARA e.V., Biokreis e.V., Brot für die Welt, Evangelischer Entwicklungsdienst (EED), Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V (FDCL), Forum Umwelt und Entwicklung, Germanwatch, Greenpeace, INKOTA-netzwerk, Katholische Landjugendbewegung, Meine Landwirtschaft, MISEREOR, Öko+Fair ernährt mehr!, Oxfam Deutschland, ProVieh, Weltladen Dachverband, WWF Deutschland.
Neuerscheinung: “Her mit den Seltenen Erden!?” – Hintergründe und kritische Anmerkungen zur WTO-Klage der EU gegen Chinas Exportpolitik bei Seltenen Erden
In dem neuen Kurzbriefing von PowerShift und dem Forum Umwelt & Entwicklung stellt der China-Experte Jost Wübbeke den neuen WTO-Streitfall vor und erläutert die Hintergründe der chinesischen Politik zur Transformation der Seltenen-Erd-Industrie. Aus entwicklungsökonomischen und umweltpolitischen Gründen kommt der Autor zu einer kritischen Bewertung des Vorgehens der EU.
Quellenangabe: Jost Wübbeke 2012: Her mit den Seltenen Erden!? – Hintergründe und kritische Anmerkungen zur WTO-Klage gegen Chinas Exportpolitik bei Seltenen Erden. Hrsg.: PowerShift / Forum Umwelt & Entwicklung, Berlin.
Redaktion/Kontakt: Peter Fuchs (Peter.Fuchs@power-shift.de), PowerShift – Verein für eine ökologisch-solidarische Energie- & Weltwirtschaft e.V., Gubener Str. 56, 10243 Berlin, http://power-shift.de
Nur noch für Kleine
EU-Kommission schlägt Reform der Handelspräferenzen für Entwicklungsländer vor. Eine Bewertung von EED, Forum Umwelt und Entwicklung und Germanwatch
Download der Analyse
Die Europäische Union gewährt, wie andere Industriestaaten auch, seit Beginn der 1970er Jahre Entwicklungsländern bevorzugten Marktzugang. Dies war auch eine Reaktion auf die Forderung der Entwicklungsländer nach einer „Neuen Weltwirschaftsordnung“ die ihnen bessere Handelsbedingungen ermöglichen sollte. Statt aber ernsthaft über ein stärker ausgeglichenes Welthandelssystem zu verhandeln, boten die Industrieländer einseitig geringere Zölle für Importe aus den Entwicklungsländern an. In der EU ist dies durch das Allgemeine Präferenzssystem (Generalised System of Preferences, GSP) geregelt.
Die EU-Kommission hat kürzlich eine grundlegende Neugestaltung des GSP ab 2014 vorgeschlagen.Das derzeit gültige System wird bis dahin beibehalten. Die Kommission will die Präferenzen auf die Länder konzentrieren, für die sie ihrer Auffassung nach am notwendigsten sind.
Mit ihrem Vorschlag versucht die Kommission keinen großen Wurf, um die entwicklungspolitische Wirksamkeit des GSP zu verbessern. Im Gegenteil könnte die Begrenzung auf Länder mit niedrigeren Einkommen über den Umweg der Graduierung dazu führen, dass auch der Marktzugang für Länder, die im GSP bleiben, spürbar begrenzt wird. Durch die geplanten und derzeit verhandelten bilateralen Abkommen strebt die EU insgesamt an, die Bedeutung einseitiger Präferenzen im Handel zu verringern. Letztlich sollen sie nur noch für am wenigsten entwickelte und eine kleine Gruppe fast so armer Länder relevant bleiben. Ein entwicklungspolitisch sinnvollerer Ansatz wäre, die Präferenzen nicht für ganze Länder, sondern für spezifische Sektoren zu vergeben, die für Einkommens- und Entwicklungsmöglichkeiten vor allem der armen Bevölkerung besonders wichtig sind.
Bausteine für die „Green Economy“ in den Trümmern der Doha-Runde?
Ein zentrales Thema der UN-Konferenz zu Umwelt und Entwicklung (Rio+20) im Juni soll es sein, Impulse für eine "Green Economy" zu setzen. Dabei besteht die Gefahr, dass unter dieser noch unklaren Überschrift einfach der Status quo als "grün" deklariert wird. Die internationale Handelspolitik ist ein Politikbereich, an dem dies besonders deutlich wird. Das Sekretariat der Welthandelsorganisation WTO schlägt, vor, den Verhandlunggstrang zu Handel Umwelt aus der letztes Jahr gescheiterten Doha-Runde herauszulösen, und separat zu verabschieden, um die Handelspolitik "grüner" zu machen.
Die Analyse von Germanwatch, Forum Umwelt und Entwicklung und Evangelischem Entwicklungsdienst zeigt, dass davon keine Fortschritte zu erwarten wären. Anstatt sich an gescheiterte Konzepte zu klammern, sollte sich der Rio+20 Gipfel damit beginnen neue Ansätze auch in der internationalen Handelspolitik zu suchen.
Der deutsche Atomausstieg auf dem Prüfstand eines internationalen Investitionsschiedsgerichts
Hintergründe zum neuen Streitfall Vattenfall gegen Deutschland (II)
Analyse von Nathalie Bernasconi-Osterwalder & Rhea Tamara Hoffmann
Herausgegeben von Power-Shift e.V. und dem Forum Umwelt und Entwicklung.
Über die Schattenseiten der Rohstoffbeschaffung

Diese taz-Beilage erschien am 10. Dezember 2011 und nahm die Schattenseiten der Rohstoffbeschaffung in den Blickpunkt.
Herausgegeben von PowerShift e.V. und dem Forum Umwelt und Entwicklung.
Saumagen und Regenwald
Klima- und Umweltwirkungen Deutscher Agrarrohstoffimporte am Beispiel Sojaschrot: Ansatzpunkte für eine zukunftsfähige Gestaltung
Jetzt kostenlos zum Download erhältlich und gedruckt zu bestellen.
Von Tobias Reichert und Marion Reichardt, herausgegeben von Germanwatch und dem Forum Umwelt und Entwicklung.
Auf Sand gebaut - Wie Freihandel die Teersand-Extraktion vor der Umwelt schützt

Berlin, 3. August 2011: Eine neue Kurzanalyse von PowerShift e.V. (Autor: Chris Methmann) und dem Forum Umwelt & Entwicklung mit dem Titel ‘Auf Sand gebaut – Wie Freihandel die Teersand-Extraktion vor der Umwelt schützt’ zeigt auf, wie im Rahmen der Verhandlungen um ein neues Freihandelsabkommen EU-Kanada (CETA) versucht wird, den ungehinderten Zugang des besonders klimaschädlichen kanadischen Teersand-Öls zum EU-Markt zu sichern.
Download der Kurzanalyse als PDF
Aus dem Text: “Häufig wird behauptet, ein steigender Ölpreis sei gut für die Umwelt. Schließlich senkt er die Nachfrage – einerseits. Andererseits wird mit steigendem Ölpreis die Ausbeutung „unkonventioneller“ Ölreserven interessant – zum Beispiel die gigantischen Teersand-Vorkommen in Kanada. Sie zeigen: Das unbedingte Festhalten am fossilen Wachstumsmodell gibt es nur zum Preis dramatischer sozialer und ökologischer Schäden. Klimapolitische Ziele werden dann zur Farce. Das Freihandelsabkommen CETA, welches momentan zwischen der EU und Kanada verhandelt wird, würde diese wahrscheinlich dreckigste Form der Energiegewinnung gegenüber Umweltschutzbemühungen auf beiden Seiten des Atlantiks absichern. Zum einen unterwandert es die europäische Fuel Quality Directive, die die Nutzung von Öl aus Teersanden in der EU unattraktiv machen würde. Zum anderen gibt sie europäischen Konzernen freie Hand in Kanadas Wäldern und stellt deren Profitinteressen über die Zukunft des Planeten. Wieder einmal zeigt sich: Freihandel blockiert Umweltschutz. (…)”.
Oben hui unten pfui? - Rohstoffe für die 'grüne' Wirtschaft

Jetzt kostenlos zum Download erhältlich und gedruckt zu bestellen:
Die Broschüre Oben hui, unten pfui? Rohstoffe für die ‘grüne’ Wirtschaft. Bedarfe – Probleme – Handlungsoptionen für Wirtschaft, Politik & Zivilgesellschaft von Jutta Blume, Nika Greger und Wolfgang Pomrehn, herausgegeben von PowerShift e.V. und dem Forum Umwelt & Entwicklung.
Auch eine ‚grüne‘ Wirtschaft benötigt Rohstoffe. Aber: Rohstoffe sind begehrt. Anfang des 21. Jahrhunderts erscheinen sie plötzlich nicht mehr billig und unendlich. Sondern knapp, teuer und umkämpft. Industrievertreter rufen nach mehr staatlicher Rohstoffpolitik. Auch einige Vertreter ‚grüner‘ Branchen oder ihnen wohlgesinnte politische Organisationen stoßen bisweilen in das gleiche Horn. Vor diesem Hintergrund tut die Umweltbewegung gut daran, sich wieder dem Rohstoffthema zuzuwenden. Denn die Transformation zu einer ‚green economy‘ wird nicht völlig ohne Rohstoffe auskommen. Um welche Rohstoffbedarfe es dabei geht – und ob von dem ‚grünen‘ Image mancher Branchen beim Blick auf den Ressourcenbedarf noch viel übrig bleibt, versucht diese Publikation anhand einiger ausgewählter Sektoren zu beleuchten. Von besonderem Interesse sind dabei die sozialen und entwicklungspolitischen Probleme, die oft mit der Extraktion und Verarbeitung von Rohstoffen verbunden sind. Diese Probleme dürfen in zukünftigen wirtschaftspolitischen Strategien und Handelspolitiken einer ‚green economy‘ nicht ignoriert werden.
Inhalt
1. Einleitung
2. Rohstoffpolitischer Kontext
3. Branchen der „green economy“ und ihre Rohstoffbedarfe
3.1 Photovoltaik
3.2 Windenergie
3.3 Elektromobilität: Ein neuer Markt für ein altes Mobilitätskonzept
4. Wichtige Rohstoffe und sozial-ökologische Probleme ihrer Gewinnung und Nutzung
4.1 Rohstoffe für die PV-Industrie
4.2 Seltenerdmetalle (Seltene Erden)
4.3 Kupfer
4.4 Eisenerz
4.5 Ökonomische Folgen des Kupfer- und Eisenerzabbaus
4.6 Lithium
4.7 Kobalt
5. Handlungsempfehlungen: Ansatzpunkte zukunftsfähiger Umgestaltung der Rohstoffimportpraxis
5.1 Ökologisches Umsteuern und entwicklungspolitische Kohärenz: Forderungen an die Politik
5.2 Innovation und nachhaltige Beschaffung: Forderungen an die Unternehmen
5.3 Öffentlichkeitsarbeit, Rohstoff-Advocacy und kritische Begleitung: Handlungsempfehlungen für die Zivilgesellschaft
Literatur und Links
Analyse: Vorschlag der EU-Kommission zur Gestaltung der europäischen Agrarpolitik nach 2013 aus umwelt und handelspolitischer Sicht
Autor: Tobias Reichert, Germanwatch
Herausgeber: Forum Umwelt und Entwicklung
Download der Kurzanalyse als PDF
Die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP) steht vor einem weiteren Reformschritt. Die Europäische Kommission hat im November 2010 eine Kommunikation zur Gestaltung dieses stark vergemeinschafteten Politikbereichs vorgelegt. Er knüpft an den seit 1992 in mehreren Schritten verlaufenen Reformprozess an und geht – zumindest nach den Plänen der Kommission – darüber hinaus, indem er erstmals seit ihrer Einführung im Jahr 1963 eine Neubestimmung der Ziele der GAP vorsieht.
Als besonders naturnaher Sektor hat die Landwirtschaft starke ökologische Auswirkungen insbesondere in Bezug auf die Artenvielfalt und den Gewässerschutz. Gleichzeitig ist sie von Umweltveränderungen auch stark betroffen. Dies gilt insbesondere für den Klimawandel, der die landwirtschaftlichen Erträge in der EU und noch mehr in den meisten Entwicklungsländern wahrscheinlich stark und in der Regel negativ beeinflussen wird. Anders als fast alle anderen Wirtschaftssektoren kann die Landbewirtschaftung aber auch positive ökologische Effekte haben, von der Erhaltung vielfältiger Landschaften, die auch der Artenvielfalt dienen, bis zur Speicherung von Kohlenstoff im Boden, vor allem im Grünland, das auch die Wasserrückhaltefunktion stärkt und so dem Hochwasserschutz dient. Bei den in den meisten Regionen der EU vorherrschenden intensiven Produktionssystemen überwiegen allerdings klar die negativen Effekte.
In der internationalen Handelspolitik spielte der Agrarsektor in den letzten Jahrzehnten eine herausgehobene Rolle. Die Konkurrenz zwischen meist subventionierten Agrarexporten der großen Industriestaaten und den zunehmend intensiver wirtschaftenden Schwellenländern, vor allem in
Lateinamerika und Asien, führte seit den 1980er Jahren zu zunehmenden handelspolitischen Konflikten. Besonders negativ betroffen hiervon waren Kleinbauern gerade auch in weniger entwickelten Ländern, vor allem in Afrika, die durch die künstlich verbilligten Weltmarktpreise von ihren meist inländischen Märkten verdrängt wurden Sie erhielten kaum noch agrar- und entwicklungspolitische Unterstützung, da die Produktion von Lebensmitteln –
angesichts der weiter fallenden Weltmarktpreise – nicht als »lohnende Investition« angesehen wurde.
Der Versuch, diese Konflikte durch das 1995 in der Welthandelsorganisation verankerte Agrarabkommen zu entschärfen gelang nur teilweise. Die Regeln des Agrarabkommens bilden allerdings bis heute einen wichtigen Rahmen für die Agrarpolitik der Industriestaaten und der Entwicklungsländer.
Die Analyse versucht eine Einschätzung des Kommissionsvorschlags bezüglich der möglichen Wirkungen in den Bereichen Umwelt, Handel mit Entwicklungsländern und dem in der bisherigen Diskussion kaum beachteten Thema der ökologischen Wirkungen der EU-Im- und Exporte von landwirtschaftlichen Produkten.
Holz aus Afrika für warme Stuben in Berlin

Berlin mag „arm, aber sexy“ sein, es lebt aber auf großem Fuß: Der „ökologische Fußabdruck“, ein Maßstab für den globalen Verbrauch von Umweltraum für Produktion, Konsum und Lebensweise in Berlin, reicht weit über die Landesfläche der Hauptstadt hinaus. Gerecht geht anders. Dieser Befund gilt in besonderer Weise für den Bereich der Energieversorgung. Das Berliner Energiesystem wird ganz überwiegend befeuert mit fossilen Rohstoffen: Braun- und Steinkohle, Öl und Gas. Zentraler Player der Berliner Energiewirtschaft ist der schwedische Staatskonzern Vattenfall. Er agiert mit einem 15%-Renditeziel und einem rücksichtslosen Kurs der nuklear-fossilen Energieversorgung nicht besser als private-profit orientierte Unternehmen.
Nachdem der Energiekonzern Vattenfall in der Bundeshauptstadt Berlin mit der Idee eines weiteren neuen großen Kohlekraftwerks am Standort Klingenberg grandios gescheitert war, gibt sich der Konzern jetzt ganz ‚grün‘. Er plant den Bau neuer so genannter Biomasse-Heizkraftwerke sowie die vermehrte Mitverbrennung von fester Biomasse, also Holz, in seinen bestehenden Berliner Kohlekraftwerken. Ist dies nun endlich mal eine gute, klimafreundliche Idee?
Dieser Frage widmet sich die Publikation „Holz aus Afrika für warme Stuben in Berlin“ vor allem aus einer entwicklungspolitischen Perspektive, denn ein Großteil des zu verbrennenden Holzes wird Vattenfall zukünftig aus Liberia, einem bitterarmen afrikanischen Land, beschaffen.
Bezug:
Kostenloser Download unter:
http://power-shift.de/?p=151
Gedruckte Exemplare gegen Versandpauschale (2,50 €/Ex.) erhältlich bei
PowerShift e.V.
Gubener Str. 56
10243 Berlin
Email:
Peter.Fuchs(at)power-shift.de










