Aktuelles
30.04.2013 - Abschlusstagung des Verbändeprojekts
Präsentationen der Abschlusstagung
Sojanabau in Argentinien, Ana Alvarez (Asociana, Argentinien) |
Rückblick auf sechs Jahre Plattform Nachhaltige Biomasse, László Máraz, (Forum Umwelt und Entwicklung) |
Vorrangige Maßnahmen im Transportsektor, Nusa Urbancic (Transport & Environment) |
Download der Präsentationen: Biomasse – Kein Kraut gewachsen? Instrumente zur Beeinflussung von Anbau und Verbrauch von Biomasse
Programm des Workshops |
Wege zur Reduktion der Sojaimporte? Tanja Dräger de Teran |
Fatheuer_Zuckerrohr_15_11_2012.pdf Zonierung des Anbaus von Zuckerrohr (Brasilien). Thomas Fatheuer |
NGO-Kampagnen gegen Palmöl aus Raubbau. Peter Gerhardt |
Vorstellung INRO. Michaele Hustedt |
Vorstellung des Positionspapiers des UBA zu Biomasse. Almut Jering |
Landnutzungsplanung in Indonesien. Marianne Klute |
Zonierung des Anbaus von Soja (Argentinien). László Maráz |
Wunder_Globalands_15_11_2012_fin.pdf Governance der globalen Landnutzung. Stephanie Wunder |
Kein Kraut gewachsen?
Download der Präsentationen: Nur in Maßen nachhaltig - Wege zu einer nachhaltigen Landnutzung
0_Biomasse_Massen_Programm.pdf Programm des Workshops |
Aufkommen und Verwendung von Holz in Deutschland: Aktuelle Situation und Potentiale bei Berücksichtigung von Naturschutzstandards. Prof. Dr. Matthias Dieter |
Warum müssen wir Waldnutzung innerhalb strenger ökologischer Grenzen betreiben – wie viel Holz kann damit produziert werden? Knut Sturm |
Warum brauchen wir eine Papierwende? Angelika Krumm |
Potentiale und Bedarf an Agrarrohstoffen für die Futtermittelwirtschaft in Deutschland Dr. Thomas Schmidt |
Wachstum um jeden Preis? Welches Potenzial hat die deutsche und europäische Tierproduktion auf einer nachhaltigen Futtergrundlage? Tobias Reichert |
Bericht des Workshops |
Nachhaltige Biomasseproduktion – Teil der großen Transformation Dr. Inge Paulini |
Workshop Biomasse: nur in Maßen nachhaltig - Wege zu einer nachhaltigen Landnutzung
Mittwoch, 22. Februar 2012,
10:30 – 17:00 Uhr
Landesvertretung Sachsen-Anhalt
Luisenstraße 18, 10117 Berlin
Der Umfang der Ressourcennutzung hat inzwischen ein Ausmaß erreicht, das die Grenzen der Belastbarkeit unserer Ökosysteme erreicht oder teilweise schon überschritten hat.
Exemplarisch für das Fehlen nachhaltiger Landnutzungsstandards auf globaler und regionaler Ebene ist die Debatte um die Nachhaltigkeit der Biomasseproduktion. Während die Kritik sich in jüngster Zeit vor allem an der Erzeugung von Biokraftstoffen und Biogas entzündet hat, wird offenkundig dass auch in anderen Bereichen nicht weniger große oder gar massivere
Probleme bestehen.
Zu zwei der nach Menge und ihrer Flächenauswirkung wichtigsten Sektoren zählen die Futtermittelproduktion und die Erzeugung von Holz. Die Erzeugung von Futtermitteln konkurriert dabei sowohl mit anderen Landnutzungsformen, als auch mit anderen Verwendungen für die Rohstoffe (Maisanbau für Biogas, Getreide und Hülsenfrüchte für die Ernährung). Ähnlich ist es beim Holz, dessen stoffliche Nutzung Vorzüge gegenüber der energetischen Nutzung hat, das aber auch für den Schutz der Waldböden und der Biologischen Vielfalt wichtig ist.
Wo liegen die Grenzen der Nutzung und wie sind diese begründet? Welche Möglichkeiten bestehen, den Verbrauch an Biomasse zu reduzieren, damit der Druck auf die Ressourcen nicht zu groß wird? Denn eine nachhaltige Landnutzung kann nur gelingen, wenn sich der Verbrauch an Biomasse an den ökologischen und sozialen Grenzen der Nachhaltigkeit orientiert.
Darum wollen wir mit Ihnen vor allem in die Umsetzung von Maßnahmen diskutieren, mit denen die große Transformation eingeleitet werden kann.
Download der Präsentationen "Gasmarkt im Umbruch - Welche Zukunft hat das Biogas?"
20111129_ForumUuE_VERBIO_Zukunft_Biogas.pdf Präsentation Claus Sauter, VERBIO AG |
Vogt_OEkobilanz_Biomethan_Gasmarkt_im_Umbruch_29-11-2011.pdf Präsentation Regine Vogt, IFEU Institut |
Elmar_Baumann_Nutzung_von_Biogas_als_Kraftstoff__Kompatibilitaetsmodus_.pdf Präsentation Elmar Baumann, VDB |
Präsentation László Maráz, Forum Umwelt und Entwicklung |
Präsentation Bastian Olzem, Fachverband Biogas |
Präsentation Eberhard Oettel, FEE |
Präsentation Dr. Walter Stinner, DBFZ |
Neuerscheinung: Studie - Perspektive der Biogasgewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen - Bewertung von Substratalternativen zu Silomais
Herausgegeben vom Deutschen Biomasse Forschungszentrum (DBFZ) und dem Forum Umwelt und Entwicklung.
Kaum ein Politikfeld war in den vergangenen Jahrzehnten derart umstritten wie die Energiepolitik. Die »Energiewende« ist inzwischen ein politisch-gesellschaftliches Großprojekt geworden, das von allen Parteien und einer überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung unterstützt wird. Aber was genau ist »die Energiewende« eigentlich? Viele ihrer Teilaspekte sind ja durchaus umstritten, wenn auch aus den unterschiedlichsten Gründen. Dazu gehört auch die Produktion von Biogas aus Mais, die in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Immer deutlicher kritisieren vor allem Naturschützer die Ausbreitung von Maismonokulturen, die vor allem - aber nicht ausschließlich – wegen der EEG-Vergütung massiv ausgeweitet wird. Obwohl mit der EEG-Förderung der Biogaserzeugung insbesondere die Landwirtschaft gefördert werden sollte, zählen gerade Akteure aus der Landwirtschaft zu den härtesten Kritikern. Probleme bereiten ihnen etwa gestiegene Pachtpreise, die Biogaserzeuger leichter bezahlen können als beispielsweise Milchbauern.
Aber auch den Architekten der Energiewende geht es nicht einfach nur um immer mehr Strom aus Biogas, sondern sie drängen verstärkt darauf, mehr Nutzen aus der Biogasverstromung zu ziehen und diese nicht länger in kontinuierlicher »Grundlastproduktion« zu fahren, sondern auf diejenigen Zeiten zu konzentrieren, in denen Wind und Sonne nichts liefern. Die Biogaspolitik steht also vor großen Herausforderungen. Sie muss ökologisiert werden, sie muss mit einer nachhaltigeren, multifunktionellen Landwirtschaft kompatibler werden, sie muss stärker den Anforderungen der künftigen Stromnetze gerecht werden. Die vorliegende Studie widmet sich nicht allen
diesen Herausforderungen, aber der vielleicht schwierigsten: wie können wir mit weniger Mais möglichst viel Biogas erzeugen? Mais ist der mit Abstand effizienteste Energierohstoff, er wird vor allem als Futtermittel und auch für andere Zwecke verwendet. Sein Anbau erfordert keine grundlegenden
Umstellungen der landwirtschaftlichen Praxis – aber er hat auch erwiesenermaßen erhebliche ökologische Nachteile, vor allem dann, wenn der Anbau in ökologisch sensible Gebiete vordringt oder wenn ganze Landstriche zu sehr vom Maisanbau dominiert werden.
Die vorliegende Studie des DBFZ stellt Vor- und Nachteile alternativer Substrate zur Biogaserzeugung vor. Welche alternativen Ausgangsmaterialien können zu mehr Biodiversität beitragen und wie können
Nutzungskonkurrenzen vermindert werden? Welche Probleme sind noch zu überwinden, damit solche Alternativen einen Teil des Maisanbaues ersetzen können? Schließlich ließen sich dadurch nicht nur auf diesen Flächen ökologische Belastungen verringern. Auch der Anbau von Biogasmais könnte auf die weniger sensiblen Flächen begrenzt werden, was letztlich auch der Akzeptanz dieses Maisanbaus zuträglich wäre. Die Biogaserzeugung ist sicher nicht die Hauptursache für die vielfältigen Probleme, die mit der heutigen Art von Landwirtschaft verbunden sind. Aber sie kann zu einem Teil ihrer Lösung werden. Mit der vorliegenden Studie wollen wir zu einer konstruktiven Diskussion darüber beitragen.
Fachgespräch: Gasmarkt im Umbruch - Welche Zukunft hat das Biogas?
Dienstag, 29. November 2011
10 bis 15 Uhr
Verbändehaus, Am Weidendamm 1a
10117 Berlin
Gasmarkt im Umbruch - Welche Zukunft hat das Biogas?
Biogas ist zwar das »Allroundtalent« unter den erneuerbaren Energien, vielseitig einsetzbar und dazu noch gut speicherbar. Aber die deutsche Biogaspolitik gerät auch zunehmend in die Kritik. Zwar dürfte eine Energiewende ganz ohne Biomasse nicht möglich sein, dennoch stellt sich die Frage, unter welchen Bedingungen und in welchem Umfang eine nachhaltigere
Erzeugung von Biomasse für energetische Zwecke darstellbar ist. Biogas spielt dabei eine zentrale Rolle, denn es liefert auf die Fläche bezogen die höchsten Energieerträge und für seine Produktion können unterschiedlichste Substrate und Reststoffe eingesetzt werden. Damit der knappe Rohstoff Biomasse so effizient und so umwelt- und naturverträglich wie möglich eingesetzt werden kann, damit er zur landwirtschaftlichen Wertschöpfung beitragen kann und keine unerwünschten Nutzungskonkurrenzen auftreten, werden in den
nächsten Jahren einige Änderungen an der bisherigen Biogaspolitik anstehen.
Das Fachgespräch soll dazu beitragen, unter den wichtigsten Akteuren die neuesten Informationen austauschen und Strategien kennenzulernen, die eine nachhaltigere Biogaserzeugung fördern. Übergeordnetes Ziel ist es, durch ressourceneffizientere Flächennutzung einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Landnutzung zu leisten und den Beitrag der Bioenergie zur Energiewende auf ökologisch verträgliche Weise zu fördern. Nicht zuletzt dient eine solche Strategie auch der Umsetzung von globalen Landnutzungsstandards, indem sie etwas Druck von der Rohstoffproduktion nehmen und sowohl den Flächen- als auch den Importbedarf tendenziell senken.
Dabei stellen sich u.a. folgende Fragen:
Zur Erzeugung:
• Wie erzeugen wir mehr Biogas mit weniger Mais? Mit welchen Biogas-Substratalternativen
können Fruchtfolgen und Agro-Biodiversität besser gefördert, sowie Grünlandumbruch und Vordringen in ökologisch sensible Gebiete gestoppt werden?
• Wie sehr eignet sich Biogas als Instrument einer landwirtschaftlichen Förderpolitik?
• In welchen Anlagen wird Biomasse am effizientesten in Biogas umgewandelt? Sind industrielle Bioraffinerien den landwirtschaftlichen Kleinanlagen überlegen?
Zur Anwendung:
• Wenn der Vorzug von Biogas seine Steuerbarkeit bei der Stromerzeugung ist, welche Förderinstrumente brauchen wir, damit Biogasanlagen nicht länger wie traditionelle Grundlastkraftwerke fahren, sondern dann Strom erzeugen, wenn der Wind nicht bläst und die Sonne nicht scheint?
• Wenn Biogas weitaus mehr Kilometerleistung aus der landwirtschaftlichen Fläche holt und Erdgasautos längst Stand der Technik sind, warum fördert die Politik dann immer noch Bioethanol und Biodiesel?
• Wo wird die knappe und teure Ressource Biogas am besten genutzt: zum Ausgleich der schwankenden Wind- und Solarstromerzeugung; als Kraftstoff im Verkehr; im Wärmesektor als Erdgasbeimischung; zur stofflichen Nutzung in der chemischen Industrie.






