Projekt und Kontakt

- Copyright: László Máraz
Das Verbändeprojekt nachhaltige Landnutzung und ressourcenschonende Biomassepolitik befasst sich mit der Frage nach den globalen ökologischen und sozialen Wirkungen der Biomasseproduktion für verschiedene Bedürfnisfelder. Es soll dazu beitragen, Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für nachhaltige Landnutzung zu analysieren.
Gefragt sind vor allem Lösungsansätze für die Auswirkungen des zunehmenden Nutzungsdrucks. Vor allem die Flächennutzung und die Eingriffe des Menschen in die Ökosysteme verschärfen den Klimawandel, den Verlust der biologischen Vielfalt, die Verknappung und Verschmutzung der Wasserressourcen und die Degradierung und Verwüstung von Böden. Nur eine Änderung der Konsum- und Produktionsweisen kann diese negativen Entwicklungen aufhalten.
Zentrales Thema
Das zentrale Thema des neuen Projekts ist die Frage nach den globalen ökologischen und sozialen Wirkungen der Biomasseproduktion. Beispielhaft werden hier drei wichtige Verwendungsbereiche herausgegriffen.
- Bioenergie – effizienzoptimierte Biomassenutzung rund um Biogas, Biomethan, Bioraffinerien, Speicherung
- Holz – ökologische Grenzen und energetische versus stoffliche Nutzung,
- Futtermittel – Futtermittelimporte, Fleischkonsum
Die Verbesserung der Effizienz ist aber nur ein Schritt, um einer nachhaltigen Ressourcenpolitik im Agrar- und Forstsektor näher zu kommen. Der wichtigere Schritt ist eine Begrenzung des Ressourcenverbrauches auf die Mengen, die nachhaltig erzeugt werden können. Um aber den stetig steigenden Verbrauch von Agrar- und Forstprodukten zu senken, müssen geeignete und wirkungsvolle politische Steuerungsinstrumente entwickelt, gefördert und umgesetzt werden. Eine Landnutzungsplanung könnte dazu beitragen, den Anbau und die Erzeugung nachwachsender Rohstoffe auf die dafür geeigneten Flächen zu begrenzen, ohne andere wichtige Aufgaben wie die Ernährungssicherheit und den Schutz der biologischen Vielfalt zu gefährden.
Hintergrund
Das Projekt baut auf den Erfahrungen des Vorläuferprojektes Plattform Nachhaltige Biomasse auf, das vom April 2007 bis April 2011 vom Forum Umwelt und Entwicklung in Kooperation mit dem WWF Deutschland durchgeführt wurde. Gemeinsam mit vielen deutschen Umwelt-, Naturschutz- und Entwicklungsorganisationen engagieren wir uns an der Schnittstelle der Umwelt-, Agrar-, Entwicklungs- und Energiepolitik zu den Themen der Produktion, des Handels und der Nutzung von Bioenergie.
Die politische Arbeit befasste sich vor allem mit dem Erneuerbare-Energien Gesetz und dem Biokraftstoffquotengesetz, sowie mit den Nachhaltigkeitsverordnungen für Biomassestrom und Biokraftstoffe und der Diskussion um die Zertifizierungspraxis. Die Plattform und die beteiligten Verbände weiden auf Probleme bei der Biomasseproduktion hin und fordern von den politischen und wirtschaftlichen Akteuren die Vermeidung solcher Probleme ein.
Die Erzeugung und Verwendung von Biomasse (auch für energetische Zwecke) wird weder kategorisch abgelehnt, noch uneingeschränkt befürwortet. Biomasse kann und soll bei der Energiewende eine Rolle spielen, doch ihr Potential ist begrenzt und ökologische und soziale Schäden müssen unbedingt vermieden werden.
Ermöglicht wird die Arbeit durch die finanzielle Förderung durch das Umweltbundesamt.


László Maráz
Plattform Nachhaltige Biomasse, AG Wald
Telefon: 030 678 1775 89
Email:
maraz(at)forumue.de





