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Mittwoch, 09. November 2011 Kategorie: Biologische Vielfalt

Positionspapier zu REDDplus


Klimawandel begrenzen – Biodiversität fördern – Menschenrechte schützen – Finanzierung gewährleisten

Erarbeitet von den Arbeitsgruppen Biodiversität und Wälder des Forums Umwelt und Entwicklung.

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Kernforderungen an REDDplus auf einem Blick:

1. Klimawandel begrenzen

  • Reduktionen durch REDDplus in Entwicklungsländern müssen zusätzlich zu den notwendigen Reduktionen in Industrieländern stattfinden.
  • Eine Einbindung von REDDplus-Emissionsgutschriften in den verbindlichen Emissionsrechtehandel ist auszuschließen.
  • Um Eigenverantwortung zu stärken, Permanenz zu gewährleisten und Verlagerungseffekte von Emissionen (Leakage) auszuschließen, muss REDDplus in nationale Regierungsprogramme und Strategien eingebunden werden. Veränderungen in der Waldbedeckung müssen auf nationaler Ebene erfasst werden und die Grundlage für eine Mittelzuteilung bilden. Außerdem muss REDDplus breitenwirksam entwickelt werden, so dass alle waldreichen Entwicklungsländer die Möglichkeit erhalten, daran teilzunehmen.

2. Biodiversität fördern

  • Gleichrangig zum Schutz der Wälder als Kohlenstoffspeicher muss REDDplus den Schutz der Ökosystemfunktionen beinhalten und spezielle Biodiversitätsziele in der nationalen REDDplus-Strategie verankern.
  • REDDplus muss dem Schutz von natürlichen/naturnahen Wäldern Priorität vor anderen Maßnahmen einräumen und die Umwandlung von natürlichen/naturnahen Wäldern in bspw. Plantagen ausschließen.
  • Die Einhaltung von Schutzbestimmungen (safeguards) für Biodiversität bei REDDplus-Strategien und -Vorhaben muss systematisch überwacht und berichtet werden. Die Informationen müssen auf internationaler Ebene vergleichbar dargestellt werden.

3. Menschenrechte schützen

  • Die Menschenrechte der lokalen Bevölkerung müssen garantiert (insb. Landrechte, Nutzungsrechte, Recht auf Nahrung und Beteiligungsrechte) und systematisch überwacht und berichtet werden.
  • REDDplus muss das Recht indigener Völker und lokaler Gemeinschaften auf eine umfassende Beteiligung in REDDplus-Aktivitäten und Entwicklungs- und Entscheidungsprozesse respektieren.
  • Einnahmen, Vorteile und Verbesserungen, die aus REDDplus-Vorhaben resultieren, müssen angemessen verteilt werden.

4. Finanzierung gewährleisten

  • REDDplus bedarf einer adäquaten, zusätzlichen, transparenten, langfristig angelegten und vorhersehbaren Finanzierung zur Unterstützung der teilnehmenden Entwicklungsländer.
  • REDDplus-Finanzierung sollte langfristig an Erfolgskriterien geknüpft erfolgen (“performance based“).
  • Außerdem sollten die REDDplus-Finanzzusagen nicht zu einem überwiegenden Teil auf die Biodiversitätsschutz-Zusagen von 2008 angerechnet werden dürfen, da beide Bereiche unterschiedliche Herausforderungen zu meistern haben.

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